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Feldkabelbau 2012

Erfolgreiche Fernsprechbauübung am Höltigbaum

Genau zwanzig Jahre ist es her, seit die acht Hamburger Fernmeldezüge des Bundeskatastrophenschutzes aufgelöst und in Brandschutzwehren mit Fernmeldekomponente umgewandelt wurden. Seitdem fiel der klassische Feldkabelbau, also die Herstellung von drahtgebundenen Fernmeldeverbindungen, in einen Dornröschenschlaf. Moderne Kommunikationsmöglichkeiten ließen die alte Technik fast in Vergessenheit geraten. Dass sie aber dennoch ihre Daseinsberechtigung hat, wurde spätestens bei der Oderflut 1997 und ein Jahr später beim schweren ICE-Bahnunfall im niedersächsischen Eschede deutlich. Der Zusammenbruch der Mobilfunknetzte durch Ausfall der Sendemasten bzw. durch Überlastung, haben deutlich gezeigt, wie anfällig die moderne Technik im Extremfall sein kann. Nicht umsonst sind deshalb die sechs Gerätewagen-Fernmeldeausstattung der Feuerwehr Hamburg auch noch mit einem Mindestmaß an herkömmlicher Feldkabelausrüstung ausgestattet. Damit diese im Ernstfall auch fachgerecht genutzt werden kann, hatte sich die FF Wandsbek-Marienthal entschieden, gemeinsam mit der FF Altona erstmals eine größere Feldkabelbauübung durchzuführen. Zuvor waren im Herbst letzten Jahres die entsprechenden Grundkenntnisse im Rahmen einer gemeinsamen Ausbildungsveranstaltung der Wehren an die jungen Kameraden vermittelt worden.

Am Sonnabend, dem 2. Juni 2012 trafen sich die Gruppen der beiden Wehren am ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz Höltigbaum im Stadtteil Rahlstedt. Während die Wandsbeker ihren GW-Fm im Gewerbegebiet Höltigbaum aufbauten, richteten sich die Altonaer vor dem Lager des Kampfmittelräumdienstes am Hagenweg ein. Die Distanz von knapp 3 km wurde sodann durch die beiden Feldkabelbautrupps mit einer Telefonleitung verbunden. Unter fachkundiger Anleitung und Beobachtung der beiden „alten Hasen“ BI Andreas Hesse und OBM Claus Tiedemann, die den Feldkabelbau in den 1980er Jahren noch von der Pike auf gelernt hatten, arbeiteten die Kameraden einander entgegen. Dabei ging es nicht nur um das einfache Abrollen des Feldkabel von der 800m-Trommel, sondern auch um die Herstellung von Abbunden, Längenverbindungen und Überwegen. Gegen Mittag trafen sich beide Bautrupps südlich des großen Funksendemastes am Höltigbaum und verbanden die ankommenden Leitungen miteinander. Nach einer Sprechprobe zwischen beiden GW-Fm begann dann der Rückenbau der Kabelstecke.

Nicht nur das passende Wetter, sondern vor allem auch das Interesse der jungen Kameraden an dieser alten, aber zuverlässigen Technik, machte die Übung zu einem rundum erfolgreichen Ausbildungstag.

Verfasser: Claus Tiedemann



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